CSU Familienlöwe

Ehrung besonders familienfreundlichen Unternehmen

aus Stadt & Landkreis Rosenheim

Rückblick Familienlöwe 2015

Zum mittlerweile dritten Mal verlieh die Rosenheimer CSU den Familienlöwen an Unternehmen, die sich besonders familienfreundlich ihren Mitarbeitern gegenüber präsentieren. Im Rahmen der feierlichen Verleihung bei der MARC O’POLO International GmbH, einem der früheren Preisträger, wurden insgesamt drei Betriebe ausgezeichnet. Die Schirmherrschaft der Veranstaltung, die alle zwei Jahre stattfindet, übernahm heuer Rosenheims Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer, moderiert wurde die Veranstaltung von MdL Klaus Stöttner.

"Die heutige Frauen-Generation ist qualifiziert wie nie zuvor", so Bauer zum Thema der Gleichbehandlung von Mann und Frau. Deswegen sei es von zentraler Bedeutung, auch die beiden Felder Kind und Karriere angemessen unter einen Hut zu bringen, was nur mit entsprechender politischer Rückendeckung möglich sei. Nicht nur die finanzielle Förderung spiele dabei eine Rolle, sondern auch die Anerkennung der Erziehungsleistung als Teil der Erwerbsbiographie müssten künftig besser anerkannt werden, so die Oberbürgermeisterin. "Die Firmen tragen dazu bei, dass das Verständnis wächst", so Bauer weiter.

Doch nicht nur beim Thema Nachwuchs und Job, auch die Pflege der älteren Generation und zuvor noch der Übergang in die Rente müsse individueller angegangen werden, folgerte Gabriele Bauer. "Die Politik muss die Rahmenbedingungen schaffen, die Unternehmen können das dann umsetzen", schlussfolgerte die Oberbürgermeisterin und verwies dabei auf die Preisträger des Abends, die diese Idee bereits fest in ihre Unternehmen integriert hätten.

Zusammenfassung der Preisverleihung

 

Die Preisträger des CSU Familienlöwen 2015

Kategorie 1-10 Mitarbeiter

In der Kategorie 1-10 Mitarbeiter konnte sich Bernhard Braun, der Inhaber eines Heizungs- und Sanitärbetriebs am Samerberg, über die Auszeichnung freuen. Seit der Firmengründung hat der Meister und Energieberater mittlerweile schon zehn Azubis ausgebildet. Auf die Bedürfnisse seiner Mitarbeiter geht der Chef dabei vollkommen flexibel ein, so ist beispielsweise auch kurzfristiger Urlaub im Meisterbetrieb kein Problem. Annemarie Braun, die in der Firma die Büroleitung und Organisation übernimmt, hat in ihrer Zeit im Unternehmen so drei Kinder groß gezogen und nebenbei noch den Abschluss als kaufmännische Fachwirtin gemacht.

 

Kategorie 10-100 Mitarbeiter

Der zweite Preis des Abends, in der Kategorie 10 bis 100 Mitarbeiter, ging dann an die Firma Speedsignal aus Bad Aibling. Mit ihren rund 40 Mitarbeitern legen die beiden Geschäftsführer Markus Schiffmann und Roland Günther besonderen Wert auf ein familiäres Umfeld in ihrem Betrieb. So bezeichnet der begeisterte Griller Markus Schiffmann seine Angestellten lieber als Freunde und kommt ihnen bei den Themen Elternzeit selbstverständlich entgegen.Von Praktika für Schüler bis hin zur Zusammenarbeit mit "Junge Arbeit" in Rosenheim engagiert sich die Firma besonders für die Nachwuchsarbeit. Und auch die Kosten für die Kindergartenplätze übernimmt der Chef persönlich. Rahmenbedingungen die die Familien dabei unterstützen sollen, lieber in Rosenheim zu bleiben, anstatt in die Großstadt abzuwandern, so der Chef in seiner Dankesrede.

 
 
Kategorie über 100 Mitarbeiter
 
In der letzten Kategorie über 100 Mitarbeiter für große Unternehmen hatte der Rosenheimer Schuh-Hersteller Gabor die Nase vorne. Alleine der Blick auf die Homepage des Unternehmens verdeutliche die Orientierung, die die Firma im Umgang mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern verfolge, berichtete Laudator Wolfgang Janhsen, der Leiter der Rosenheimer IHK-Geschäftsstelle. Bei Gabor werden Schlagwörter Verantwortung, Gesellschaft und Gesundheit groß geschrieben. Mit rund 70 speziell auf die Bedürfnisse der Angestellten zugeschnittenen Teilzeitmodellen kümmere sich die Firma jedes Einzelnen. Hinzu kämen dann noch Ausbildungsprogramme für Personen, die sonst durch die sozialen Netze fallen würden, so Janhsen. "Ansätze, die den Menschen neue Ideen und Perspektiven eröffnen."

In seinen abschließenden Worten verwies auch Landrat Wolfgang Berthaler auf die Chancen der heutigen Zeit, die sich Dank der  "digitalen Revolution" ergäben. Alleine die Möglichkeit, verstärkt von zuhause aus arbeiten zu können, käme den Bestrebungen nach Gleichbehandlung schon entgegen.Es sei dennoch viel Toleranz erforderlich um auch zum Beispiel Nachwuchsprobleme in verschiedenen Branchen in den Griff zu bekommen. Sowohl im Bereich der Pflege, bei der Kinderbetreuung aber auch in Hinblick auf Asylbewerber, dürfe man heutzutage schlicht "nicht mehr in Jahrzehnten denken".

 

Impressionen des Abends